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Christen in der AfD

Open Doors betet eine Woche lang für Christen in Ägypten 
Außenminister Maas nahm As-Sisi auf seiner Reise nicht „ins Gebet“ - Warum schickt die Merkel-Regierung Entwicklungshilfe und Rüstung?  

Vom 1. bis 8. März beten die Unterstützer/innen von Open Doors für ihre christlichen Glaubensbrüder und Schwestern in Ägypten, überwiegend Kopten. Sie bilden mit rund 16 Mio. Gläubigen von 102 Mio. Einwohnern eine beachtliche Minderheit im Land, die größte aller arabischen Länder. Aus der (islamischen) Revolution 2011 ging der Etikettenschwindel „Freiheits- und Gerechtigkeitspartei“ der Muslimbrüder als stärkste Kraft hervor. Ihr Mohammed Mursi kam 2012 an die Macht. 

2013 putschte Generaloberst Abd al-Fattah as-Sisi, übernahm 2014 die Macht und hob die Gewaltenteilung auf. Christen haben es auch unter ihm nicht leicht, auch wenn sie nicht direkt vom Staat verfolgt werden, jedoch unter radikalen Muslimen leiden. Die Muslimbrüder (45%) und Salafisten (25%) sind zwar nicht offiziell in der Regierung vertreten, aber treiben ihr Unwesen in dem islamischen Land weiterhin, in einem Maße, dass Ägypten den Platz 16 im Christenverfolgungsindex einnimmt. 

Im Januar stattete Außenminister Heiko Maas dem islamischen Land einen Besuch ab. Ihm ging es aber nicht um drangsalierte und von Terror bedrohte Christen, sondern um Strategisches, um Machtpolitik. Mit einer von-der-Leyen-Kramp-Karrenbauer-Bundeswehr verfügt dieser Mann zwar nicht über Macht, macht aber nichts. Doch Ägypten ist der größte Waffenabnehmer deutscher Rüstungsfirmen (nach Ungarn). Dieses Pfund blieb vom Außenminister leider ungenutzt. Eine Rückblende und Bestandsaufnahme:

Vor der Islamischen Expansion im 7. Jahrhundert war in Ägypten das Christentum die dominierende Religion; der Evangelist Markus soll der Überlieferung nach in Ägypten Mitte des 1. Jahrhunderts missioniert haben. In Mittel- und Oberägypten (nicht selten in überwiegend christlichen Dörfern), aber auch in Kairo und Alexandria gibt es eine koptische Minderheit, die mit anderen Christen zwischen vier und 15 Prozent der Gesamtbevölkerung Ägyptens umfasst... Die ägyptischen Christen sind von Diskriminierungen betroffen; nach der Revolution 2011 haben etwa 100.000 das Land verlassen. (wikipedia)

Open Doors: Laut Berichten von ägyptischen Christen gehen Verletzungen der Religionsfreiheit hauptsächlich von ihrem sozialen Umfeld aus. Vorfälle reichen von der Belästigung christlicher Frauen auf offener Straße bis dahin, dass eine ganze christliche Kommune von einem wütenden Mob aus ihren Häusern verjagt wurde; ihr Besitz wurde geraubt. Diese Vorfälle ereignen sich vor allem in den ländlichen Gebieten Oberägyptens, wo salafistische Gruppen aktiv sind. Die islamisch-salafistische Partei al-Nour ist weiterhin politisch aktiv, obwohl die Verfassung in Artikel 74 religiöse Parteien verbietet. Ihr Einfluss ist besonders in ländlichen Gegenden groß, wo es viel Armut und Analphabetentum gibt…

Die al-Azhar-Universität, eine der einflussreichsten islamischen Universitäten der Welt, nimmt eine prominente Stellung in der ägyptischen Gesellschaft und sogar in der Verfassung ein. Laut dem Groß-Imam der Universität, Ahmad al-Tayyib, erlaubt der Islam es Muslimen nicht, den christlichen Glauben anzunehmen.

Auch wenn sich die ägyptische Regierung immer wieder positiv zu Christen äußert, werden Christen vor allem in Oberägypten immer wieder Opfer von Angriffen. Die lokalen Behörden schützen sie oft nicht und wenden die entsprechenden Gesetze nicht an. Doch aufgrund des diktatorischen Charakters der Regierung dürfen sich weder Kirchenleiter noch Christen öffentlich zu diesem Missstand äußern.

Außerdem werden Kirchen und christlichen Nichtregierungsorganisationen Einschränkungen auferlegt, was den Bau von neuen Kirchen oder sozialen Einrichtungen angeht. Dies steht in starkem Kontrast dazu, wie Moscheen und islamische Organisationen behandelt werden. Christen aller konfessionellen Prägungen haben Schwierigkeiten bei der Suche nach (neuen) Orten für gemeinsame Gottesdienste. Die Schwierigkeiten resultieren sowohl aus staatlichen Restriktionen als auch aus der Feindseligkeit vonseiten des sozialen Umfeldes und Gewalt durch Mobs.

Christen mit muslimischem Hintergrund haben große Schwierigkeiten, ihren Glauben zu leben, da sie enormem Druck vonseiten ihrer (Groß-)Familie ausgesetzt sind, zum Islam zurückzukehren. Der Staat macht es ihnen zudem unmöglich, ihren Glaubenswechsel offiziell anzuerkennen. (Zitat Ende)

Dem Auswärtigen Amt ist wichtig: Deutschland … verfolgt die Lage der Menschenrechte in Ägypten als Teil einer langfristig angelegten Stabilitätspolitik aufmerksam. Zwischen Deutschland und Ägypten bestehen intensive Wirtschafts- und Handelsbeziehungen. Deutschland ist nach China mit einem Handelsvolumen von knapp 4,5 Milliarden Euro (2019) zweitgrößter Handelspartner von Ägypten. Auch ist Ägypten eine beliebte Tourismus-Destination: Deutsche Touristen stellten 2019 mit 1,8 Millionen Besucherinnen und Besuchern die mit Abstand größte Gruppe.

Ägypten ist ein Schwerpunktland der deutschen Entwicklungspolitik. Mit einem Umfang von derzeit 1,6 Milliarden Euro ist es eines der größten Partnerländer. Folgende Schwerpunkte sind mit der ägyptischen Regierung vereinbart: Beschäftigungsförderung für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Wasser- und Abfallwirtschaft sowie Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Daneben stellt Deutschland auch Mittel für den Bau von Grundschulen, Mädchen- und Frauenförderung, Verwaltungsreformen, sowie für die Stadtteilentwicklung im Großraum Kairo zur Verfügung…(Zitat AA Ende) 

Außenminister Maas vor seinem Abflug: Gemeint ist hier der Abflug am 10. Januar nach Ägypten – leider nicht der Abflug des Ministers aus dem Amt. Maas erreichte nämlich in Kairo so wenig wie die Kanzlerin bei der Libyenkonferenz. Beide gingen mit leeren Händen nach Hause. Sie spielen auf der Weltbühne nicht die Rolle, die ihnen unsere Medien andichten. Der ägyptische Botschafter Khaled Galal Abdelhamid verstand vor dem Treffen in Kairo mit Abstand mehr von politischer Strategie und Taktik als unser Minister: 

Ägypten gehört zu den Hauptempfängerländern deutscher Waffen und militärischer Ausrüstung. Der ägyptische Botschafter in Berlin bezeichnet die Beziehungen der Länder deswegen als “lebendig”. Die Kritik an den Menschenrechtsverletzungen in Ägypten weist er zurück. Der ägyptische Botschafter in Berlin … sieht die umfangreichen deutschen Rüstungsexporte in sein Land als gegenseitigen Vertrauensbeweis. Die Kooperation zeige, „dass Deutschland sicher ist, dass diese Ausrüstung für die richtigen Zwecke verwendet wird“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur…

Die Bundesregierung hat 2020 Rüstungsexporte für mindestens 752 Millionen Euro nach Ägypten genehmigt (Stand 17. Dezember). Damit dürfte das nordafrikanische Land zum zweiten Mal in Folge zu den Hauptempfängerländern deutscher Waffen und militärischer Ausrüstung zählen (Botschafter-Zitat Ende). 

Das nenne ich einen genialen diplomatischen Schachzug. „Rüstungslieferungen (und Entwicklungshilfe) als Vertrauensbeweis“ – deshalb können die Empfänger machen, was sie wollen. Die deutsche Politik verschärft wegen eines in Russland verfolgten Nawalny Sanktionen. Tausendfache Verfolgung in Ägypten wird mit Großzügigkeit belohnt. Welch eine doppelmoralische Politik Berlins!

Was haben die ägyptischen Christen von der deutschen Politik? Nichts, sie spielen, wenn überhaupt nur eine untergeordnete Rolle, sind als einstige Mehrheitsreligion lediglich geduldet. Noch nicht einmal die Trumpfkarten Entwicklungshilfe und Rüstungsexporte wird von der Merkl-Regierung gezogen, um die Situation der Minderheiten in Ägypten zu verbessern. So bleibt Open Doors nichts anderes als übrig, als diese spendenfinanziert zu unterstützen, zu beten und zu versuchen, Muslime für das friedlichere Christentum zu gewinnen. 

Uns bleibt, dabei mitzuhelfen und solche Länder zu meiden, solange eine Bevölkerung oder und deren islamische Regierung den Christen das Leben schwer machen. Ich für meinen Teil meide Ägypten seither, welches ich früher mehrfach kulturell besuchte und dort tauchte. Das gleiche gilt für die Erdogan-Türkei, in die ich keinen Fuß setzen werde, solange dieser Islamist dort sein Unwesen treibt. Auch dieses Land hatte ich auf den Spuren der Apostel bereist. Und auch angenehme Türken angetroffen, denen ich ein erdoganfreies Leben wünsche.

Quelle:https:/haolam.de/artikel/Deutschland/44053/artikel.html,  Autor: Albrecht Künstle

Jetzt Petition unterzeichnen: 

Unterzeichnen Sie bitte hier die Petition auf CitizenGO. 

Die Transgender-Lobby lässt die Sektkorken knallen! Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) haben einen Entwurf für ein „Geschlechtseintragsänderungsgesetz“ ausgearbeitet, das die Gender-Ideologie gesetzlich zementiert, biologische Fakten verwirft und einen hinterhältigen Angriff auf die Kinder darstellt. 

Die Bundesregierung will künftig jeder Person ab 14 Jahren das Recht geben, ihr Geschlecht völlig unabhängig von körperlichen Merkmalen selbst zu definieren, indem sie bei Gericht die Änderung des eigenen Geschlechtseintrages beantragt. Wenn dieses Gesetz tatsächlich angenommen wird, hat das konkrete, gefährliche Auswirkungen, u.a.:

  • Kinder werden genau in ihrer verletzlichen Adoleszenzphase, die oft mit inneren und äußeren Kämpfen einhergeht, dazu verführt, ihr natürliches Geschlecht zu ändern und sich irreversibel folgenschweren medikamentösen Behandlungen zu unterziehen.
  • Sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Frauen wird erleichtert, weil männliche Sexualstraftäter sich als Frau eintragen lassen und legal öffentliche Duschen, Toiletten und Umkleidekabinen für Frauen betreten können.
  • Eltern können ihre Kinder nicht schützen, weil das Familiengericht einschreitet, wenn Eltern die Änderung des Geschlechtseintrages ihres Kindes ablehnen.

Dieses Trans-Gesetz ist eine Kinderfalle und muss sofort gestoppt werden! Die Petition auf CitizenGO richtet sich an Innenminister Horst Seehofer (CSU) und Justizministerin Christine Lambrecht (SPD), die für den Gesetzentwurf verantwortlich sind. Wir fordern sie auf, die Neuregelung der Änderung des Geschlechtseintrags zu stoppen und stattdessen das geltende Transsexuellengesetz beizubehalten.

Unterzeichnen Sie bitte hier die Petition auf CitizenGO. 

Verbreiten Sie sie bitte via E-Mail, Facebook, Twitter, Telegram, WhatsApp etc. und schicken Sie sie Ihren Freunden und Bekannten. Mit jeder Unterzeichnung erhalten die Minister Seehofer und Lambrecht direkt eine E-Mail.

Transparente Masken für Hörgeschädigte erlauben!

Eine Gesellschaft erkennt man daran, wie sie mit ihren Behinderten umgeht, findet Joachim Kuhs. Rund 20 % der Deutschen sind schwerhörig - das macht in Summe 16 Millionen Menschen. Davon sind 80.000 völlig gehörlos, und weitere 140.000 weisen einen Grad der Schwerbehinderung von mindestens 70 % auf, das heißt, dass sie auf Gebärdensprachdolmetscher angewiesen sind. 

Sie sind durch die Corona-Krise und die Lockdown-Maßnahmen besonders betroffen, da sie beim Kommunizieren auf das Lippenlesen angewiesen sind, was ihnen durch das Maskentragen faktisch verunmöglicht wird. Kuhs fordert daher mehr Rücksicht auf die Schwachen der Gesellschaft, transparente Masken und andere technische Mittel für Gehörgeschädigte.

Hier finden Sie die Rede dazu von Joachim Kuhs aus dem EU Parlament:

https://www.youtube.com/watch?v=HaHDbHiyN-A&feature=youtu.be

Berlin/Damaskus
Die Syrien-Sanktionen machen Hilfsorganisationen ihre Arbeit schwer. Angesprochen auf deren negative Auswirkungen äußern sich deutsche Politiker sehr zurückhaltend - Hilfswerke kritsieren dies.

Solange Baschar al-Assad in Syrien die Macht hat, sieht die Bundesregierung keine Anlass für eine Normalisierung der Beziehungen.

Seit 2015 ist Syrien ein Schicksalsland deutscher Politik geworden. Mit der Migrationskrise rückte auch die Frage der Hilfe vor Ort in den Vordergrund. Zehn Jahre nach Ausbruch des Bürgerkrieges steht das Land vor einer humanitären Notlage: die Mehrheit der Bevölkerung lebt im Elend, die Inflation lässt die Preise für einfachste Bedarfsgüter explodieren, die Vereinten Nationen warnen vor einer Hungersnot. Hilfsorganisationen wendeten sich im Januar in einem Offenen Brief an den neuen US-Präsidenten Joe Biden, um ein Ende der Syriensanktionen einzufordern. Christliche Hilfswerke wie „Kirche in Not“ (ACN) klagen über die Sanktionen, die humanitäre Hilfe angeblich nicht behindern soll; in Wirklichkeit sind Überweisungen nach Syrien de facto nicht mehr möglich und Regularien erschweren effektive Hilfe vor Ort. Die COVID-Krise tut ihr Übriges.

Die deutsche Politik hat den Themenkomplex bisher gemieden

Die deutsche Politik hat den Themenkomplex bisher gemieden. Auf eine Anfrage der Tagespost, ob und wie die Arbeit christlich-humanitärer Organisationen in Syrien verbessert werden könnte, wollte sich der religionspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Hermann Gröhe, nicht äußern. Grüne wie FDP reagierten auf die Anfrage erst gar nicht. Gröhes Parteikollege Markus Grübel, der Bundesbeauftragte für weltweite Religionsfreiheit, verwies angesichts der drohenden Hungersnot in Syrien auf die bisherige Politik von Bundesregierung und Europäischer Union. Grübel ist zugleich Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Darüber hinaus ist er Obmann im „Unterausschuss Zivile Krisenprävention“.

„Die außenpolitische Linie der Bundesregierung sieht keine Kooperation mit dem syrischen Regime vor, da Deutschland kein Zeichen der Normalisierung an Assad senden will“, blieb Grübel hart. „Projekte in Gebieten, die vom syrischen Regime kontrolliert sind, werden deswegen nicht im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit unterstützt.“ Das Assad-Regime habe „Völkerrecht gebrochen und massive Menschenrechtsverletzungen begangen, darunter Folter, Giftgasangriffe und willkürliche Verhaftungen“, betonte der Bundestagsabgeordnete. Menschenrechtsverletzungen fänden weiter statt, Russland habe gezielt zivile Infrastruktur bombardiert. „Sanktionen, die sich klar gegen die verbrecherische Führung und das Assad-Regime richten, müssen deswegen erhalten bleiben“, so Grübel.

Es gebe zwar Sanktionen, die „die Menschen in Syrien deutlich härter treffen als die verbrecherische Führung“. Diese sorgten dafür, dass der Bevölkerung eine „Perspektive“ fehle. Aufgehoben werden könnten diese Sanktionen aber nur, wenn dies an klare Bedingungen geknüpft werde. „Willkürlich Gefangene müssen freigelassen werden, Rückkehrern muss Sicherheit gewährt werden, die Enteignungen der Immobilien von Flüchtlingen müssen rückgängig gemacht werden.“ Die Haupttäter müssten überdies bestraft werden. Grübel hob hervor, dass in Syrien eine „glaubwürdige Veränderung sichtbar im Gange sein“ müsse. Vorher werde Deutschland nicht in den Wiederaufbau Syriens investieren. „Damit ist Deutschland auf Linie der EU.“ Der Bundesbeauftragte sieht demnach trotz der sich ändernden Bedingungen und der Behinderung humanitärer Arbeit keinen Grund zum Strategiewechsel.

CSI kritisiert Beauftragten für Religionsfreiheit

Pfarrer Peter Fuchs von Christian Solidarity International (CSI) wirft Grübel vor, er ignoriere „die Erklärung der UN-Sonderberichterstatterin Alena Douhan, die in aller gebotenen Klarheit festgestellt hat, dass die US-Wirtschaftssanktionen die Menschenrechte der syrischen Zivilbevölkerung verletzen“. Viele der verhängten Wirtschaftssanktionen hätten die Wirkung einer kollektiven Bestrafung der syrischen Zivilbevölkerung. Sie nähmen ihr „keineswegs nur eine imaginäre ,Perspektive‘, sie sind tödlich!“ Dies könnten die Menschen in Syrien, Kirchenleute und im Land verbliebene Ärzte, Herrn Grübel bestätigen, wenn sie endlich gehört würden.

Die Vorstellung Grübels, die Aufhebung der Sanktionen an Bedingungen knüpfen zu wollen, mache die syrische Zivilbevölkerung „zur Geisel einer Politik, die ihre Regime-Change-Phantasien auf dem Rücken der ausgelaugten, kranken, arbeitslosen und verhungernden Menschen auslebt“, so Fuchs weiter. Jeder würde wissen, dass Damaskus die Bedingungen nicht erfüllen werde. Fuchs verwies auf den britischen Botschafter Peter Ford. Dieser bezeichnete die menschenverachtende Sanktionspolitik des Westens gegenüber Syrien als „moralisch absolut verkommen“ und „total erschütternd“.

AfD lehnt Sanktionen gegen einen Staat grundsätzlich ab

Der katholische Sprecher der Christen in der AfD, Ulrich Oehme, betonte, dass seine Fraktion Sanktionen gegen einen Staat grundsätzlich ablehnte. „Die Sanktionen dürfen sich ausschließlich gegen die Verantwortlichen richten und nicht ganze Völker in Sippenhaft nehmen“, so Oehme. „Aus christlicher Sicht muss davon abgesehen werden, Sanktionen gegen die Zivilbevölkerung auszusprechen, um dadurch politischen Druck auf Verantwortliche zu erzeugen. Dadurch wird nur Not und Elend in der Zivilbevölkerung erzeugt.“ Oehme kündigte an, in einer schriftlichen Frage Entwicklungsminister Gerd Müller auf die Problematik des Zahlungsverkehrs anzusprechen. Er verwies zudem auf seine eigene Erfahrung im Nahen Osten und bestätigte die Ansicht, dass die dortige Bevölkerung den Eindruck habe, der Westen habe sie vergessen. „Eine weitere Möglichkeit der Entschärfung der Situation könnte in der Anwendung des ,Global Magnitsky Acts‘ bestehen“, führte er aus. „Er richtet sich gegen unerwünschte Organisationen und Individuen eines Landes.“ Oehme bezeichnete ein solches Vorgehen als „wirkliche Alternative“ zur „Sippenhaftung“.

Auch Christine Buchholz, die religionspolitische Sprecherin der Linksfraktion, äußerte sich zu der Causa: „Alle Hilfsorganisationen müssen helfen dürfen, das Leid der syrischen Bevölkerung zu lindern. Sanktionen treffen immer die Zivilbevölkerung am heftigsten und nicht das Regime. Deshalb ist Die Linke gegen alle Sanktionen und fordert ihre Aufhebung.“

Quelle: Die Tagespost, 08.02.2021

„Die Pleite der deutschen Diözesen steht bevor. Ihre ‚weltanschauliche‘ Selbstausrottung wird seit ziemlich genau 50 Jahren von den meisten deutschen Bischöfen mit Leidenschaft und Sendungsbewusstsein vorangetrieben.“
Gastkommentar von F.N. Otterbeck, Quelle: kath.net

 

Köln/Kevelaer (kath.net) Erst seit zwei Wochen ist Armin Laschet der neue Vorsitzende der CDU. Das bringt Herrn Zimmermann vom einschlägigen Internetportal mit dem falschen Namen "katholisch"-de dazu, an die angeblich "rechtskatholische" Vergangenheit seines Staatssekretärs Liminski zu erinnern. Die Methode der dezenten Verunglimpfung ist allerdings in sämtlichen Apparaten von DEUTSCH.RK, also in der revolutionären Kirche deutscher Nation, tief verwurzelt. Dieses Virus hat sich vermutlich von den staatsfrommen theologischen Fakultäten in den konfessionellen Beschäftigungssektor verbreitet, speziell in die Generalvikariate, Ordinariate und nachgeordnete Stellen, um von dort bis in jede Pfarrei und Gemeinschaft hinein durchgesetzt zu werden. Die Religion hat für diese Gehalts- und Versorgungsempfänger der deutschen Diözesen ungefähr die Bedeutung, die gegen Ende der DDR dort der ideologische Marxismus noch hatte: nahe bei Null.

Die Pleite der deutschen Diözesen steht bevor. Ihre "weltanschauliche" Selbstausrottung wird seit ziemlich genau 50 Jahren (dem Beginn der sogenannten "Würzburger Synode") von den meisten deutschen Bischöfen mit Leidenschaft und Sendungsbewusstsein vorangetrieben. In Kürze folgt dann die geregelte Insolvenz, weil nahezu sämtliche "Kirchgänger" im Rentenalter sein werden und die nachwachsende Generation massenhaft aus der Kirche "austritt", sobald auf dem Lohnzettel der Abzug der Kirchensteuer "rk" erscheint. Da hilft auch kein "Synodaler Weg" mehr, wie es Peter Winnemöller immer wieder aufzeigt. Dieser "Weg" befördert einen Absturz aus höchsten Höhen, ohne Fallschirm. In den fernen Achtziger Jahren waren durchschnittliche Kirchenvertreter in Deutschland noch stolz auf die relative Bedeutung "der Kirchen" für das öffentliche Leben der Bundesrepublik. Wer Zweifel daran hatte, dass der Kompass stimmt, dem wurde sein Außenseitertum krass demonstriert. Damals schrieb man noch Briefe an Bischöfe. Für die Zuschriften aus frommer Ecke gab es vermutlich bereits Textbausteine, wenn auch noch nicht als Musterdateien. "Musterknabe" im Theologenkonvikt war, wer gehörige CDU-Nähe durchblicken ließ und einen kirchenpolitisch liberalen Kurs unauffällig mittrug. (Unter Kardinal Meisner wurden die Kriterien für eine Karriere in Köln dann etwas unübersichtlicher.) Das Jahr 1990 war für die westdeutsche Bischofskonferenz dann kein Anlass, ihre bisherige Linie zu überdenken und angesichts des verbreiteten Heidentums in der Ex-DDR "auf Sendung" zu gehen, also: in die Mission. Die Beschlusslage von "Würzburg", also aus den Siebzigern, ist deshalb auch heute noch der Horizont "der Gegenwart"; jüngere Zeichen der Zeit werden von Altrevolutionären nunmal nicht wahrgenommen. Die Blutsbrüder von Würzburg (und einige Blutsschwestern) und ihre Zöglinge eint noch heute der kalte Hass auf Joseph Ratzinger, den das Theater schon damals nicht zu überzeugen vermochte. Dass er weitestgehend richtig urteilte, das macht den "Verrat" nur noch schlimmer.

Die Lohnschreiber von "katholisch"-de kennen die Kirche nur in Würzburger Optik, also rosa und lindgrün "neu" dekoriert. Da verwundert es nicht, dass dort die "Generation Benedikt" auch im 16. Jahr seit ihrer Entstehung noch geschmäht werden muss. Eine "Generation BDKJ" hat die Kirche allerdings derzeit nicht einmal mehr zu bieten. Böse Zungen argwöhnen, da sei allenfalls eine Organisation "BDAJ" herangezüchtet worden, eine adipöse, fettsüchtige "Berufsjugend". Selbstverständlich sind 100 Kilo Mindestgewicht auch 2021 keine strenge Bedingung, um eine hauptamtliche Stelle im Kirchenzirkus zu ergattern. Vereinzelt sind Bischöfe, Domvikare oder Priesteramtskandidaten ja auch schlanker. Aber bildlich gesprochen trifft es wohl zu: Es geht nur noch um Versorgung, Überversorgung, Altersversorgung und Zusatz-Altersversorgung, Hypertrophie also.

Beide jüngsten DBK-Vorsitzenden haben den Symbolismus rund um den Metabolismus, wie seinerzeit schon Karl Lehmann, eindrucksvoll zur Schau getragen. Die famose Exzellenz Bätzing bringt ihre Statements geschliffener vor als der immer hungrige Kardinalpolterer es tat. Aber war schon ein luzider Gedanke dabei, der aus dem nationalkatholischen Ghetto hinausweist? Die Herrschaften sind fraglos nicht zu beneiden. Sie haben sich eingeschlossen in ein Reservat für solche "Kirchenbeamte", die draußen in der Welt derartige Bezüge niemals hätten realisieren können. "Wort und Sakrament" spielen keine Rolle mehr, allenfalls unter esoterischer Umdeutung in symbolische Narrative der Ermutigung und Zuversicht (für solche, die stärkere Drogen nicht nötig haben).

Selbstverständlich existiert in der "deutschen Kirche" ein verbohrter Klerikalismus, allerdings in Gestalt eines klerikalen Modernismus, der konforme Laienmitarbeiter mit Wonne in sein System integriert hat. Und garstiger zu den einfachen Leuten als die wenigen Priester sind die "Klerikerlaien", auch Frauen, doch fast immer. Allerdings ist es auch ihre Hauptaufgabe, den Direktkontakt vom Klerus zum Volk zu unterbinden. Der "Synodale Weg" spielt gewissermaßen Aufsichtsrat und Betriebsrat der 'Deutsche Kirche GmbH + Co.' zugleich. Vernünftige Unterscheidungen, die in der Welt von heute üblich sind, spielen bei Kirchen's natürlich keine Rolle. Die "Deutsche Kirche" hat etwas Unmögliches geschaffen: Es handelt sich um ein Konglomerat, das durch scheinbar nie versiegende Geldzuflüsse keiner wirtschaftlichen Vernunft unterliegt. Aber da es keine reale Daseinsvorsorge erbringt, ist auch jede politische Vernunft entbehrlich. Der Bürger kann aufs Rathaus gehen: Irgendwann bekommt er seine Baugenehmigung. Aber der Kirchenbürger bekommt eigentlich – nichts! Es sei denn er glaubt noch an Jesus Christus und die heilsnotwendige Gnadenvermittlung durch Seine Kirche. Aber das Drama um Schuld und Sühne hat die deutschkatholische Intendanz ja von der "Bühne" verbannt, noch etwas leidenschaftlicher sogar als selbst die EKD, die ab und an noch etwas Kreuzestheatralik bietet. Es hat vermutlich noch nie seit Christi Auferstehung eine kirchenähnliche Institution soviel Begeisterung und Euphorie inszeniert (oder durch bezahlte Agenturen inszenieren lassen) über ihre eigene, rasante Sinnentleerung wie der der Deutschkatholizismus in den Jahren seit 2013. Dabei tönte die Exzellenz Zollitsch damals, es bestehe "voller Gleichklang" mit Papst Franziskus. Was derselbe seither vortrug, das hat fromme Ohren nicht immer beglückt. Er spricht aber noch immer mit klarer, melodischer Stimme. Die Geräusche deutscher Bischöfe klingen nicht selten wie Störsender. Erzbischof Schick wollte Präsident Trump vor Gericht stellen. Hat das Erzbistum Bamberg etwa noch Folterkeller der Inquisition zur Verfügung? Bischof Wilmer verheddert sich immer wieder in seinen Sprachbildern und Bischof Genn winselt nur noch um Erbarmen.

Kardinal Woelki ist ein Sonderfall. Persönlich anspruchslos und bescheiden, charakterlich undurchsichtig, kam es ihm 2014 zunächst darauf an, sich möglichst massiv von seinem Vorgänger zu distanzieren. Er vergrätze den "Meisner-Sektor" in Köln und anderswo nachhaltig. Später erschien es ihm notwendig, einige gutkatholische Positionen zu verteidigen. Sofort wurde er zum neuen Lieblingsfeind unter Bischofsbrüdern. Jetzt ist er auch für die Linkskatholiken untragbar geworden, die ihn einige Zeit tolerierten. Trotz des Mitleids, das er in seinem selbstverschuldeten Ungemach verdient, wird Woelki von denen, die den Absturz des Nationalkatholizismus noch abbremsen wollten, nicht mehr als Hoffnungsträger wahrgenommen. Er hat sich gewissermaßen selber zum Abschuss freigegeben und könnte mithin als tragische Figur enden. Falls aber dereinst ein Bundeskanzler Liminski vereidigt werden sollte, dann könnte "katholisch"-de titeln: "Einer kam durch", unter Anspielung auf die Ära Benedetto. Das offiziell-inoffizielle Portal der deutschen Bischöfe, für die Ausbreitung der Revolutionären Kirche geschaffen, existiert dann aber vermutlich nicht mehr, weil das Apostolische Vikariat des Nordens, das von der Deutschen Kirche übrigbleibt, dann von Kopenhagen aus verwaltet wird.

Der Verfasser, Dr. iur. Franz Norbert Otterbeck, ist Rechtshistoriker und Wirtschaftsjurist und hat bereits vielfach auf kath.net veröffentlicht, siehe Link. Siehe auch kathpedia: Franz Norbert Otterbeck.

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