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Christen in der AfD

 

"Die Kirche hat einen religiösen Auftrag, keinen politischen, aber bei der Erfüllung dieses religiösen Auftrags müssen wir moralische Urteile fällen, auch in politischen Fragen", sagt Frank Pavone von Priests for life..    

New York (kath.net/LifeSiteNews)   

Der US-amerikanische katholische Priester Frank Pavone hat seine offene Unterstützung für Präsident Donald Trump im Wahlkampf verteidigt. Wenn die Demokratische Partei nicht so aggressiv anti-katholisch wäre, müsste er sich nicht zu Wort melden, aber wenn man sieht, wie sich die Partei als Ganzes „mit dem Bösen verbündet hat“, könne er nicht schweigen.

„Die Demokratische Partei hat einen Pakt mit dem Bösen geschlossen“, da sie sich mit der Abtreibungsindustrie verbündet habe. „Sie wollen absolut keine Einschränkungen bei der Abtreibung. Sie betrachten sie als ein Grundrecht, und sie wollen, dass wir dafür bezahlen.“ Kürzlich hat der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden, der nominell katholisch ist, seinen verstärkten Einsatz für Abtreibung angekündigt.

„Dies ist jetzt eine Partei, die die Freiheit der Kirche nicht respektiert“, sagte der Pavone. „Wenn also eine Partei die Freiheit der Kirche nicht respektiert, wie kann die Kirche dann neutral sein?“

Der gebürtige New Yorker ist Nationaldirektor von „Priests for Life“ (Priester für das Leben). Er war in letzter Zeit wegen seiner Beteiligung an zwei politischen Organisationen in den Schlagzeilen: „Catholics for Trump“ und „ProLife Voices for Trump“. Pavone trat vor einem Monat auf Bitten der vatikanischen Kleruskongregation von seinen Funktionen bei diesen Gruppen zurück. Einige vermuten, dass diese Bitte ein Versuch liberaler Bischöfe war, die katholische Unterstützung für den republikanischen Präsidenten Donald Trump im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020 zu verringern.

„Unsere Ebene als Kirche ist nicht die Ebene irgendeiner politischen Partei. Unsere Ebene ist das Evangelium von Jesus Christus. Aber wenn ich das Evangelium verkündige – ob das dann politisch klingen wird oder ob es einem Kandidaten oder einer Partei hilft oder einem Kandidaten oder einer Partei schadet, das hängt nicht von uns ab. Das hängt von ihnen ab.“

„Die Kirche hat einen religiösen Auftrag, keinen politischen“, fuhr er fort, „aber bei der Erfüllung dieses religiösen Auftrags müssen wir moralische Urteile fällen, auch in politischen Fragen. Es ist also nicht so, dass die Kirche sagt: ‚Oh, wir können nichts über Politik sagen.‘ Das ist nicht die Lehre! Und das war auch nicht die Lehre Jesu.“

Pavone wies auf Johannes den Täufer als eine historische Gestalt hin, der die politischen Autoritäten seiner Zeit an das Moralgesetz erinnerte. Er lobte auch den deutschen Kardinal Clemens August Graf von Galen (1878-1946) für seinen Widerstand gegen die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs.

Auf die Frage von LifeSiteNews, wie er einen Mann wie Trump unterstützen könne, der in seinem Leben moralisch fragwürdige Dinge getan habe, antwortete Pavone, dass wir Präsidenten wählen, um eine Aufgabe zu erfüllen, ähnlich wie wenn wir uns einen „Automechaniker aussuchen, der das Auto tatsächlich zum Laufen bringt“. „Und wenn wir diese Art von Entscheidung treffen, schauen wir nicht auf die persönliche Geschichte oder die Tugenden der Person. Ich frage den Automechaniker nicht, wie oft er schon verheiratet war. Ich frage ihn, ob er weiß, was mit meinem Auto nicht stimmt, und ob er es zu einem vernünftigen Preis und in einem vernünftigen Zeitrahmen reparieren kann.“

Präsident Trump, so Pavone, habe Seite an Seite mit den Ungeborenen gestanden und die Freiheit der Kirche vor denen verteidigt, die sie beseitigen wollen. Er hat „so viele Probleme in unserem Land gelöst, wie es kein anderer Präsident getan hat“.

 

 

Britischer Pro-Life-Arzt: Die Gesellschaft muss das Gewissen ihrer Mitglieder respektieren, die die Unverletzlichkeit des menschlichen Lebens von der Empfängnis an hochhalten – Einsatz für ethische Alternativen 

Oxford (kath.net/LifeSiteNews.com)

Derzeit befinden sich weltweit mehrere Coronavirus-Impfstoffe auf dem schnellen Weg ihrer Entwicklung. Das Team der Universität von Oxford/AstraZeneca dürfte derzeit den Impfstoffwettlauf anführen. In der ersten Phase der klinischen Studie im April und Mai wurden 1.077 gesunde Erwachsene im Alter zwischen 18 und 55 Jahren in fünf britischen Krankenhäusern mit dem Impfstoff geimpft. Ein neuer Bericht in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet ergab, dass der Impfstoff sicher zu sein scheint und nach der ersten Versuchsphase im Menschen eine starke Immunreaktion auslöst. Er scheint die Bildung von Antikörpern durch die B-Zellen des menschlichen Körpers zu unterstützen.

Aber der Impfstoff ist ethisch bedenklich. Das Team der Universität Oxford entwickelt den Impfstoff unter Verwendung der HEK 293-Zelllinie. Diese Zelllinie wurde ursprünglich aus Gewebe aus der Niere eines Kindes hergestellt, das wahrscheinlich 1972 abgetrieben wurde.

Der britische Arzt und Lebensschützer Dr. Anthony McCarty sagt: „Für diejenigen von uns, die die ursprüngliche Abtreibung als eine Tat ansehen, die dem ungeborenen Kind ungerechtfertigt das Leben nimmt, besteht die Gefahr, dass eine solche Verwendung der Abtreibungsprodukte – selbst einer Zelllinie, die aus dem ursprünglichen Gewebe gewonnen wurde – eine schädliche gesellschaftliche Botschaft bezüglich des Wertes des frühen menschlichen Lebens vermittelt."

Dr. McCarthy fügt hinzu: „Selbst diejenigen, die nicht gegen jede Abtreibung sind, können durchaus ernsthafte und erhebliche moralische Bedenken gegen Praktiken haben, die die Überreste eines abgetriebenen ungeborenen Kindes opportunistisch zu behandeln scheinen. Die Gesellschaft muss das Gewissen ihrer Mitglieder respektieren, die die Unverletzlichkeit des menschlichen Lebens von der Empfängnis an hochhalten und die sich nicht in etwas involviert sein wollen, das sie als Mittäterschaft beim unrechten Nehmen solchen Lebens ansehen könnten.“ 

Im April 2020 richtete die britische Pro-Life-Gruppe SPUC einen Brief an Jo Churchill, den parlamentarischen Staatssekretär im Gesundheits- und Sozialministerium, und forderte die Regierung auf, Impfstoffe zur Verfügung zu stellen, die nicht aus Zelllinien hergestellt werden, die ursprünglich aus dem Gewebe abgetriebener Kinder stammen.

 

Ethische Alternativen

Einige Impfstoffe werden ohne die Verwendung von fötalen Zelllinien entwickelt und sind daher ethisch unbedenklich. Diese Impfstoffe können pflanzliche oder tierische Zellen enthalten, etwa Zellen von Insekten, Tabakpflanzen und Eierstöcken von Hamstern. Ein Team am Imperial College London arbeitet an einem „synthetischen“, d.h. zellfreien Impfstoff. 

Auch führende Pro-Life-Vertreter haben auf ethische Alternativen hingewiesen, u. a. pluripotente Stammzellen und Gewebe aus Plazenta, Nabelschnur und Fruchtwasser. Im Jahr 2018 stellte die Trump-Regierung 20 Millionen Dollar zur Verfügung, um in diese ethischen Forschungsalternativen zu investieren.

 

Ethisch bedenkliche Projekte

Trotz heftiger Kritik von katholischer Kirche und Pro-Life-Bewegung und obwohl ethisch gute Alternativen zur Verfügung stehen, arbeitet eine Reihe von Forschungsteams immer noch mit Zellen abgetriebener Kinder. Dazu gehören Janssen Research & Development USA, eine Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson, sowie eben die Universität Oxford und AstraZeneca; ebenso CanSino Biologics und das Beijing Institute of Biotechnology sowie die Universität von Pittsburgh. Einige verwenden eine Zelllinie eines Babys, das um 1972 abgetrieben wurde, während andere eine Zelllinie von einem 1985 abgetriebenen Kind verwenden.

 Laut Andrea Gambotto von der Universität Pittsburgh sind die Zelllinien abgetriebener Babys nützlicher als ethisch gewonnene. „Kultivierte [nicht-menschliche] tierische Zellen können die gleichen Proteine produzieren, aber sie wären mit unterschiedlichen Zuckermolekülen dekoriert, was - im Fall von Impfstoffen - das Risiko birgt, dass sie keine robuste und spezifische Immunantwort hervorrufen.“

 

Einsatz für ethische Alternativen

Andere Wissenschaftler sind anderer Meinung. Anfang dieses Jahres identifizierte das Charlotte-Lozier-Institut 60 potenzielle Behandlungsmöglichkeiten für das Virus, die mit Material erforscht werden, das nicht von abgetriebenen Kindern stammt.

Die renommierten Forscher Dr. James L. Sherley, MD, PhD, und David A. Prentice, PhD, überprüften kürzlich die in Entwicklung befindlichen Corona-Impfstoffe und veröffentlichten eine Liste, aus der hervorgeht, welche ethisch und welche unethisch hergestellt werden. Sie fanden mindestens 10 Firmen, die in ihren Impfstoffen keine Zelllinien von abgetriebenen Babys verwenden.

Katholische und Pro-Life-Organisationen setzen sich seit Jahren und erneut während der Corona-Krise gegen die Forschung mit Körperteilen abgetriebener Menschen ein. Nach Angaben der Katholischen Nachrichtenagentur spendete ein kanadischer katholischer Erzbischof sogar Tausende Dollar für ein ethisches Impfstoff-Forschungsprojekt an der Universität von British-Columbia.

Im Frühjahr dieses Jahres hatte die katholische Bischofskonferenz der USA die Food and Drug Administration (FDA) in einem Brief aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die Impfstoffe auf ethische Weise hergestellt werden. „... wir denken, dass es in diesem Moment sehr wichtig ist, nicht nur die Stimme der Kirche, sondern auch die anderer besorgter Bürger zu Wort kommen zu lassen, … - wir alle wollen einen Impfstoff, wir verstehen, dass das für unsere öffentliche Gesundheit wichtig ist, aber wir wollen auch einen Impfstoff, der in der Art und Weise, wie er entwickelt wird, keine ethischen Probleme beinhaltet", sagte Erzbischof Joseph Naumann, Vorsitzender des Ausschusses der US-Bischöfe für Pro-Life-Aktivitäten, zu Beginn dieses Frühjahrs.

 

Foto: Jeyaratnam Caniceus auf Pixabay

Link zum Originalartikel:
https://www.kath.net/news/72377

 

 

 


Am 16. Juli schrieb der bekannte Islamkritiker Ahmad Mansour in der Neuen Zürcher Zeitung den Kommentar „Woher kommt diese Besessenheit in der Israelkritik?“ . Dazu ein offener Brief von AfD-MdEP Joachim Kuhs:

„Herr Mansour, warum nennen Sie die AfD antisemitisch?“

Sehr geehrter Herr Mansour,

seit vielen Jahren bewundere ich Ihren Mut und Ihre Aufrichtigkeit, wenn es im deutschen Diskurs um Islamkritik und Israelfeindlichkeit geht. So wieder bei Ihrem Kommentar vom 16.7. in der „Neuen Zürcher Zeitung“, in dem Sie die deutsche „Besessenheit in der Israelkritik“ anprangern.

Als EU-Abgeordneter im Haushaltsausschuss ist einer der Schwerpunkte meiner Arbeit, die irrwitzige Förderung für israelfeindliche NGOs, für die Hamas-nahe UNRWA und für die Palästinensische Autonomiebehörde mit ihren „Märtyrerrenten“ und Terror-freundlichen Schulbüchern trockenzulegen. Daher habe ich mich sehr gewundert, als Sie zum Abschluss Ihres sehr klugen Textes schrieben:

„Staatlich geförderte Zusammenarbeit mit islamistischen und anderen Antisemiten ist nicht zu tolerieren – nicht mit Iran, nicht mit der AfD, nicht mit den Antisemiten aus den USA und Vereinen wie der Muslimbruderschaft, die Antisemitismus gern strategisch mit antimuslimischem Rassismus gleichsetzen.“

Als Mitglied im Bundesvorstand der AfD und Vorsitzender der „Christen in der AfD“ kann ich diese Behauptung nicht unwidersprochen stehen lassen, mit der Sie die AfD mit dem Iran und der Muslimbruderschaft in einen Topf werfen.

Die AfD ist stolz von sich zu behaupten, wir sind die am meisten pro-israelische Partei in Deutschland. Auf unser Drängen hin musste der Deutsche Bundestag 2019 eine Resolution gegen BDS-Organisationen und ein Betätigungsverbot für Hisbollah verabschieden, auch wenn nie berichtet wurde, von wem diese Anträge ausgingen. Die AfD war im Juni 2020 die einzige Partei im Bundestag, die die israelische Souveränität in Judäa und Samaria nicht verurteilte.

Wenn Sie Antisemitismus und Israelfeindlichkeit suchen,  sollten Sie zuallererst bei Parteien wie den Grünen, Linken und SPD suchen, die seit vielen Jahren über ihre Parteistiftungen unsere Steuergelder an NGOs weiterleiten, die die Boykott-Kampagne gegen Israel (BDS) unterstützen und Israel verunglimpfen.

Im August 2019,  als ich mit einer Delegation der „Juden in der AfD“ Judäa und Samaria besuchen durfte, wurde die 17-jährige Rina Schnerb durch eine Bombe getötet, die von einem ehemaligen Mitarbeiter von NGOs gezündet wurde, die von der Heinrich-Böll-Stiftung der Grünen und der Rosa-Luxemburg-Stiftung der Linken finanziert werden. Mir ist nicht bekannt, dass diese Parteien und ihre Stiftungen daraus irgendwelche Konsequenzen gezogen hätten. Der Attentäter war auch Buchhalter der Volksbefreiungsfront PFLP, die seit über 50 Jahren enge Beziehungen zur Gründergeneration der Grünen um Joschka Fischer und Dieter Kunzelmann hegt, und eng mit der Linken-Vorläuferin SED zusammenarbeitete, wie Hubertus Knabe dokumentiert hat.

Auch die SPD hat seit 50 Jahren ein problematisches Verhältnis zum palästinensischen Terror, wie eine neue Studie von Dr. Remko Leemhuis des Ramer Instituts für Deutsch-Jüdische Beziehungen zeigt. So habe Willy Brandt nach dem Beginn der PFLP-Kampagne der Flugzeugentführungen in München 1970 beschlossen, den Palästinensern „guten Willen“ zu signalisieren. Vertreter des Auswärtigen Amtes hätten sich mehrmals mit palästinensischen Terrorvertretern wie Ali Hassan Salameh getroffen, dem späteren Anführer des „Schwarzen Septembers“. Von 1968 bis 1984 gab es 48 palästinensische Terroranschläge in Deutschland, u.a. organisiert von Salameh.

Schon damals begann die SPD-Regierung, palästinensische Medien und NGOs zu finanzieren. Helmut Radius, Leiter der Nahost-Abteilung im Auswärtigen Amt, wies am 28.2.1973 in einem Telegramm die Überweisung von 50.000 DM an die Nachrichtenagentur Wafa an, um palästinensische Propaganda zu machen, schreibt Leemhuis.

Diese Unterstützung des SPD-geführten Auswärtigen Amtes dauert bis heute an. Als Außenminister Heiko Maas im Juni diesen Jahres Israel besuchte, demonstrierten wütende Opferfamilien vor dem israelischen Außenministeriums und beklagten sich über deutsche Steuergelder für NGOs, die Terroristen vor Gericht verteidigen, während die Opferfamilien mit ihrem eigenen Geld und Anwälten um ihr Recht streiten müssen.

Auch die Parteistiftungen von CDU und FDP unterstützen israelfeindliche NGOs, wie der Bericht „Deutsche Organisationen mit Einfluss auf die Zivilgesellschaft im arabisch-israelischen Konflikt“ von NGO Monitor dokumentiert.

Die AfD ist die einzige Partei im deutschen Bundestag, die keine israelfeindlichen NGOs unterstützt. Nachdem unser Bundestagsmitarbeiter, der syrische Flüchtling und armenische Christ Kevork Almassian, am 6. Juli von einem arabisch-sprechenden Mann in Berlin mit einen Messer bedroht und gejagt wurde (die Medien schweigen dazu beredt), nahm sich der Täter jetzt eine palästinensische Anwältin, die auch PFLP-Terroristen wie Rasmea Odeh und Khaled Barakat verteidigt, und die im Vorstand des Migrationsrates sitzt, der von der rot-rot-grünen Regierung Berlins finanziert wird.

Herr Mansour, ich achte Ihren Intellekt viel zu sehr, um Ihnen zu unterstellen, Sie würden nur aus zeitgeistlicher Anbiederung die Israelfeindlichkeit der anderen Parteien bewusst ignorieren, nur um die AfD zu verunglimpfen. Sie wissen vermutlich auch, wie einige wenige Zitate meiner Parteikollegen – die diese längst schon richtig gestellt haben – aus dem Kontext gerissen werden und immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt werden, vermutlich aus Mangel an Nachschub.

Falls Sie wirkliche Beispiele von Judenfeindlichkeit in der AfD haben, bitte ich Sie, diese an uns zu kommunizieren, damit wir darauf reagieren können. Ich lade Sie sehr herzlich zu einem Gespräch ein, privat oder auch gerne öffentlich, um weitere derartige Missverständnisse auszuräumen, und verbleibe

Hochachtungsvoll,

Joachim Kuhs

Link zum Originalartikel:
https://haolam.de/artikel/Deutschland/41676/Herr-Mansour-warum-nennen-Sie-die-AfD-antisemitisch.html

 

 

Noch sind Leihmutterschaften illegal, aber ihre Legalisierung steht als nächstes auf der Agenda der Gender-Lobby. Die FDP hatte in ihrem Wahlprogramm bereits gefordert, Leihmutterschaften unter Auflagen zu erlauben. Welche massiven Gefahren für die Kinder das birgt, zeigt ein abscheulicher Missbrauchsfall aus Berlin.

Das Berliner Landgericht hat den 38-jährigen Berliner S. am 6. Juli zu fünf Jahren Haft verurteilt, weil er sein von einer russischen Leihmutter geborenes Kind sexuell missbraucht und Kinderpornographie angefertigt hatte. Die Anklage ging davon aus, dass die „Anschaffung“ eines Kindes eigens dem „Ausleben der pädophilen Neigung“ dienen sollte. Dies sahen die Richter allerdings nicht als zweifellos bewiesen an. Im Prozess hatte S. erklärt, dass er nie geplant habe, den Jungen zu missbrauchen, sondern „spontan im Alltag die Kamera draufgehalten“ habe. Zu den ersten Übergriffen kam es, als das Kind etwa zwei Jahre alt war. Monatelanger Missbrauch folgte. Für insgesamt 16 ihm konkret nachweisbare Übergriffe und den Besitz von 175.000 Kinderporno-Bildern wurde der zwischenzeitlich arbeitslose Junggeselle schuldig gesprochen.

Die mehrjährige Haftstrafe, zu der der Täter verurteilt wurde, ist noch zu milde, angesichts der unfassbaren Grausamkeit dieses Verbrechens. Auch in vielen anderen Fällen kommen Sexualstraftäter viel zu oft mit viel zu milden Strafen davon. Ein Grund dafür sind zu niedrigen Mindeststrafen. Hier werden zurecht schärfere Strafgesetze gefordert. Viel zu spät hat das Bundesjustizministerium seine Blockadehaltung gegen Gesetzesverschärfungen zurückgenommen. Sonst hätte schon längst eine ganz große Koalition für den Kinderschutz im Bundestag die nötigen Gesetzesverschärfungen beschließen können. 

Das Problem des Falles des Berliners S. liegt aber noch woanders: Für einen wirksamen Kinderschutz reichen Gesetze – auch jenseits der Strafgesetze - allein nicht aus. Entscheidend ist, ob und wie die Gesetze von den Behörden durchgesetzt werden: Nach Recht und Gesetz hätte der Junggeselle S. das Kind nämlich gar nicht in seiner Obhut haben dürfen, denn Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten (§ 1 Abs. 1 Nr. 7 Embryonenschutzgesetz). Mit dem Verbot will der Gesetzgeber die Eindeutigkeit der Mutterschaft sichern. Mutter eines Kindes ist nach § 1591 BGB, „die Frau, die es geboren hat“. 

Gegenüber den Behörden hatte S. schlicht behauptet, dass seine Freundin im Ausland ihn vor die Wahl gestellt hätte: „Sie treibt das Kind ab, oder ich nehme das Kind.“ Diese Lüge hat ausgereicht, um das Sorgerecht zu erhalten. Dass ein alleinstehender Mann ein Kind aus dem Ausland quasi importiert, stört Berliner Behörden anscheinend nicht. Erst recht nicht, dass ein Mann ein Kind allein aufzieht. Im Gegenteil: „Pflegekinder-Berlin“ macht sogar Werbung damit, Kinder an „Singles“ zu vermitteln. 

In Berlin (wie anderen deutschen Großstädten) fanden 2019 „Kinderwunsch-Tage“ statt, bei denen für Leihmutterschaft im Ausland geworben wurde. Diese Aushebelung des Leihmutterschaftsverbots durch Werbung für „Kinderimport“ aus dem Ausland wurdehttps://www.freiewelt.net/nachricht/von-storch-antifa-und-blm-sind-heuchler-sie-ignorieren-den-tod-vieler-schwarzer-10081782/ hingenommen. Dabei kritisieren gerade Frauenrechtlerinnen das internationale Leihmutterschaftsgeschäft. Schließlich ist es eine neue, besonders entwürdigende Ausbeutung von Frauen. Der Kinderbeauftragte des ukrainischen Präsidenten spricht von „Sklaverei“, die aufgrund der Armut zunehme. Entwürdigt werden dabei auch die Kinder. Sie werden zu Konsumgütern zahlungskräftiger Besteller. Diesen Kinderhandel will die FDP forcieren. Die FDP nennt das nur anders: eine (weitere) „Liberalisierung“ der Leihmutterschaft klingt einfach besser. 

Das Leihmutterschaftsgeschäft muss bekämpft werden, wenn die Politik sexuellen Missbrauch verhindern will. Denn es ist zu befürchten, dass der Berliner Fall von S. nicht der einzige dieser Art ist, sondern nur die Spitze des Eisbergs. Das Dunkelfeld müssten der „Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs“ der Bundesregierung und die Kinder- und Jugendhilfebehörden dringend untersuchen lassen. 

Klargestellt werden muss: Es gibt kein „Recht auf ein Kind“ und das dann auch noch unabhängig von Biologie und Partnerschaft. Kinder aber haben ein Recht auf einen Vater und eine Mutter. Natürlich gibt es auch in ganz normalen Familien, in denen Kinder mit beiden leiblichen Eltern aufwachsen, Vernachlässigung und auch Missbrauch. Dennoch wachsen Kinder in der klassischen Kernfamilie sicherer auf, als in anderen Konstellationen. Dies müssen sogar linksliberale Medien einräumen (FAZ vom 14. Juni: „Der böse Stiefvater“, S. 11). Diese Kernfamilie meinten die Mütter und Väter des Grundgesetzes, als sie Ehe und Familie den „besonderen Schutz der staatlichen Ordnung“ zusicherten (Art. 6 GG). An diesem Maßstab muss sich die Kinder- und Jugendhilfe konsequent orientieren. 

Die Auflösung der Familie und die moralische, rechtliche und politische Entgrenzung muss ein Ende haben. Den Preis für ideologische Gesellschaftsexperimente zahlen die Schwächsten, die Kinder.

Beatrix von Storch

 

Quellen:

https://www.rbb-online.de/rbb24/videos/20200706_2145/missbrauchsprozess-landgericht.html

https://www.tagesspiegel.de/berlin/38-jaehriger-berliner-wegen-kindesmissbrauchs-verurteilt-kein-beweis-zu-welchem-zweck-er-das-kind-zeugte/25980732.html

https://www.pflegekinder-berlin.de/index.php?article_id=2

https://www.kinderwunsch-tage.de/

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/warum-stiefvaeter-zum-missbrauchstaeter-werden-16813864.html

https://www.fdp.de/forderung/121-2

 

 

AfD lehnt als einzige Partei Verurteilung Israels im Bundestag ab [Video]


Alle Parteien außer der AfD haben für die Bundestagssitzung heute Nachmittag Anträge vorgelegt, um Israel wegen der angeblichen „Annektierung“ von Judäa und Samaria, der Heimstatt des jüdischen Volkes, zu verurteilen. Die AfD wird als einzige Partei alle diese Anträge ablehnen.

Der erste Parlamentarische Geschäftsführer der AfD, Bernd Baumann, sagte dazu heute Morgen auf der Pressekonferenz (ab 1:04:24 h): „Die Position der AfD ist, dass wir Israel keine Ratschläge seitens der AfD erteilen. Angesichts unserer geschichtlichen Grundpositionierung wird es von uns keine Ratschläge an Israel geben.“ Die AfD wird somit die einzige Partei im Deutschen Bundestag sein, die Israel nicht verurteilt.

Der EU-Abgeordnete der AfD, Joachim Kuhs, beschrieb bereits auf PI-NEWS, warum die israelische Souveränität in Judäa und Samaria keine „illegale Besetzung“ ist. In einem aktuellen Video aus Brüssel sagte Kuhs, der Mitglied im AfD-Vorstand und Vorsitzender der „Christen in der AfD“ ist:

„ARD und ZDF wollen Zuseher glauben lassen, die israelischen Provinzen Judäa und Samaria seien ‚illegal besetzte Gebiete‘.  Vergangenen August durfte ich mit einer Delegation der „Juden in der AfD“ Judäa und Samaria besuchen, und mir eine eigene Meinung bilden.

Ich durfte dort die Universität in Ariel besuchen, wo 20.000 Studenten, darunter viele Araber, an einer hochmodernen Uni studieren. Leider wird diese Universität von der EU boykottiert.

Ich durfte das Tura-Weingut besuchen, deren Trauben von Freiwilligen, vor allem Christen aus aller Welt, geerntet werden. Die Winzerin Vered ben Sa‘adon entstammt einer Familie von Holocaustüberlebenden aus den Niederlanden. Leider werden auch ihre preisgekrönten Weine von der EU boykottiert.

Ich durfte spontan Rabbi Moshe Berliner aus New York kennenlernen, der mit seinen acht Kindern und 40 Enkelkindern seinen 70ten Geburtstag feierte. 40 Enkelkinder!

Das sind Menschen, die dieses Land aufgebaut haben und aufbauen wollen, und die mit ihren arabischen Nachbarn im Westjordanland friedlich zusammenleben wollen.

Judäa und Samaria sind Geburtsstätten des Jüdischen Volkes. Hier liegen Abraham und Josef begraben. Viele wichtige Orte, die wir aus der Bibel kennen, befinden sich hier.

Nun will Israel Teile dieser Gebiete, die aufgrund der Osloer Verträgen mit Jassir Arafat unter israelischer Militärverwaltung stehen, unter Zivilverwaltung stellen.

Das ist eine große Chance, nicht nur für die Juden, die dort leben, sondern auch für die Araber. Sie erhalten dadurch Zugang zur begehrten Israelischen Staatsbürgerschaft und zu einem funktionierenden Sozialystem. Diese Araber könnten dann auch an israelischen Wahlen teilnehmen, denn Israel ist die einzige funktionierende Demokratie im Nahen Osten.

Ich ermutige die Verantwortlichen bei der EU hier, und im Deutschen Bundestag, die heute eine wichtige Entscheidung treffen: Erkennen Sie die israelische Souveränität in Judäa und Samaria an! Ein starkes Israel ist ein wichtiger Garant für den Frieden im Nahen Osten.“

Autor: MdEP Joachim Kuhs
Bild Quelle: (c) Screenshot Youtube

Mittwoch, 01 Juli 2020

Link zum Originalartikel:
https://haolam.de/artikel/Deutschland/41546/artikel.html

Und hier geht es zum Video:
https://www.youtube.com/watch?time_continue=18&v=TznsjuFbluc&feature=emb_logo

 

 

 

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